Donnerstag, 3. Juli 2014

Die Echsenmenschen



In dem Traum war eine Halle
in einem Berg
voller bunter Kisten und Container
wie bei Sokoban
meine Leute wurden hindurchgeführt
während Männer dort arbeiteten
und Kisten schoben.
Ich blieb zwei Schritte zurück
und vor mich schoben sie eine Wand aus offenen Kisten
und schnitten mich von meiner Gruppe ab.
Ich sprang auf einen mehrere Meter hohen Stapel
um über diese Wand zu springen
hinter der sich meine Männer zu mir umdrehten und auf mich warteten.
Es funktionierte nicht
ich nahm einen Umweg
verschob dabei als kleine Schelmerei eine flache Pralinenschachtel
damit sie sie würden suchen müssen.
Da schnappte die Falle zu.
Sie hatten uns einen Hinterhalt gelegt.
Die Arbeiter waren nun Echsenwesen
und wir mussten wieder hier raus
Doch meine Männer waren nun in der Mitte der Halle
vom Ausgang abgeschnitten
und von mir getrennt
sie waren schnell weiter versprengt
Aber es gelang uns
mit gutem Kampf
und etwas Hochseilakrobatik
in der oberen Hälfte der Halle
einige von ihnen zu töten
und ein paar von uns wieder zusammenzubringen.

In einem kritischen Moment
bebte die Halle
und die Echsenmenschen horchten auf.
Sie hörten auf zu kämpfen
und versuchten, die Halle zu verlassen
Durch die Fenster hoch in den Wänden
schafften es ein paar.
Ich weiß nicht, wie,
aber ich wurde in einen Drachen verwandelt
und konnte einen der Männer nach draußen tragen.
Im Schnee auf dem zitternden Berg
setzte ich ihn ab
Er wollte zurück, um zu kämpfen
Ich flog ohne ihn
in die Halle zurück
es bebte nicht mehr
in den Raum des Anführers
wieder klein
man sah mich nicht
unser Hauptmann stand da.
Er verlangte von dem Echsenmann
auch zu einem Drachen gemacht zu werden
Der Echsenanführer willigte ein
Ich wunderte mich
weil er doch unser Feind war
Und darüber
dass sowas möglich sein sollte
und sah gespannt zu
Ich blieb unbemerkt mitten im Raum
als der Anführer dem Hauptmann
der die Zähne zusammenbiss
Platten und Schuppen einzeln
auf den Leib nähte
Er blutete und keuchte
Flüssigkeit trat aus ihm heraus
aber er stand still
Ich sah gebannt zu
und fand es unfassbar
Als jede Stelle seines Körpers
bis auf die Augen
in starren Panzer genäht war
wartete er auf die Verwandlung
die nicht kam.
Ich sah, dass er weder atmen
noch sich bewegen konnte
Aber er sah den Echsenmenschen mit Schmerz
und immer noch viel zu viel Hoffnung
für meinen Geschmack
aus seinen triefenden Augen an
Er wollte sprechen
und sich sicher auch bewegen
er kämpfte darum
konnte aber den Mund nicht öffnen
und nicht atmen
oder sein Schwert ziehen
oder auch nur die Hand heben
Er würde stehend
mit tausenden Nadelstichen in der Haut
in unbewegliche Platten gesperrt
jämmerlich ersticken.
Der Echsenanführer lachte ihn aus.
Ich ärgerte mich über die Dummheit des Hauptmanns
und wurde wütend
ich trat auf ihn zu
um ihm mitzuteilen, dass ich überlaufen würde
bemerkte aber die Sonne
und wachte auf.


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